Geschlechterrollen in buddhistischen Tempeln

Mit Aspekten des japanischen Buddhismus befassen sich zwei Vorlesungen an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Zentrum für Buddhismus-Forschung) in der Vorlesungsreihe

„Frauen in der buddhistischen Praxis“

Heute, 9. Juli 2012, spricht Dr. Simone Heidegger (LMU München) über

Priester, Priesterinnen, Priesterehefrauen:

Geschlechterrollen in buddhistischen Tempeln in Japan

Ort: Ludwig-Maximilians-Universität; Geschwister-Scholl-Platz 1, Hauptgebäude

Raum: HGB F007

Zeit: 18 – 20 Uhr

Inhalt der Vorlesung:

„Der Buddhismus in Japan ist nicht zuletzt dadurch charakterisiert, dass die meisten Mönche bzw. Priester heiraten und eine Familie gründen. Die in deutlich geringerer Anzahl vorhandenen Nonnen – bzw. Priesterinnen – leben dagegen traditionellerweise zölibatär. Durch das Heiraten der Priester sind ,Tempelfamilien‘ entstanden, in denen das Priesteramt vom Vater auf den Sohn vererbt wird. Gleichzeitig spielen die Priesterehefrauen eine wichtige Rolle im Management der Tempel. Manche von ihnen lassen sich heute auch als Priesterin ordinieren und übernehmen – meist assistierende – rituelle Tätigkeiten.

Der Vortrag thematisiert Lebensweisen und Rollenmodelle der religiösen SpezialistInnen in buddhistischen Tempeln und geht auf die Unterschiede zwischen Mönchen/Priestern und Nonnen/Priesterinnen sowie auf die Situation der Priesterehefrauen ein. Dabei kommen auch die Frage nach Geschlechterdiskriminierung und Gleichberechtigung, buddhistische Frauenbewegungen und Veränderungen in den Geschlechterrollen zur Sprache.“

Am Montag, 23. Juli 2012, spricht dann Prof. em. Dr. Barbara Ruch von der Columbia University in New York (USA): „A Neglected Heritage: The Impact of Eminent Nuns and Women Patrons on the Evolution of Japanese Buddhism“.

Ort: Ludwig-Maximilians-Universität; Geschwister-Scholl-Platz 1, Hauptgebäude

Raum: HGB B206

Zeit: 18 – 20 Uhr

 

 

 

 

Susanne Billig, Online-Redaktion