DBU-Kongress 2018: Zum Wohle aller Wesen – Buddhistische Ökologie

 

 

Kongress der Deutschen Buddhistischen Union

Hamburg, 12.-14. Oktober 2018,  Bürgerhaus Wilhelmsburg

 

Die DBU plant für Mitte Oktober 2018 in Hamburg einen Kongress, der das Thema „Ökologie“ aus buddhistischer Perspektive betrachten und bearbeiten wird. Es soll nicht nur Vorträge, Workshops und Symposien geben, sondern am Ende auch eine „Hamburger Erklärung“ verabschiedet werden, die die spezifisch buddhistischen Beiträge zu dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe definiert und programmatisch zusammenfasst.

Buddhist/innen sprechen lieber von „Mitwelt“ als von „Umwelt“, um zu signalisieren, dass die buddhistische Weltsicht von einer lebendigen Einheit von Mensch und Welt ausgeht. Mit dem Begriff „Umwelt“ wird hingegen etwas bezeichnet, was außerhalb von uns ist und uns umgibt. Schon anhand einzelner Wörter lässt sich erkennen, dass die Lehre des Buddha eine nicht-dualistische Perspektive auf die Themen Umweltschutz, verantwortungsvolles Handeln und Strategien gegen den Klimawandel einnimmt.

Diese Perspektive speist sich aus vielen Aspekten der buddhistischen Lehre. Nicht nur die Verbundenheit aller Dinge und Wesen spielt eine Rolle, sondern ebenso Praktiken wie Achtsamkeit, Mitgefühl und Genügsamkeit, die sich in den letzten Jahrzehnten bereits in so unterschiedlichen Formen manifestiert haben wie Tiefenökologie, gewaltfreie Kommunikation, Meditation, Stressbewältigung usw. Der Kongress hat das Ziel, die besonderen buddhistischen Beiträge auch im Bereich „Ökologie“ stärker herauszuarbeiten und deutlicher zu vermitteln. Eine buddhistische Ökologie beinhaltet schließlich nicht nur ein bewusst nachhaltiges Verhalten zum Wohle aller, sondern immer auch eine nachhaltige Wandlung unserer Innenwelt (Werte, Gesinnung, Motivation) in Richtung Befreiung und Erwachen.

Hamburg bietet sich als Standort für diesen Kongress an, da hier besonders viele Menschen erreicht werden können. Hier leben viele Buddhist/innen, deren Verein „Buddhistische Religionsgemeinschaft Hamburg“ bei der Kongress-Planung kooperiert. Hinzu kommen potentielle Kooperationspartner wie etwa die Akademie der Weltreligionen und das Numata Zentrum für Buddhismuskunde. Der Veranstaltungsort steht bereits fest. Das Bürgerhaus Wilhelmsburg bietet viel Platz und gute Bedingungen für zahlreiche Vorträge, diverse Workshops und eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion. Einige interessante Redner/innen haben bereits zugesagt.

Die geplante „Hamburger Erklärung“ wird bereits vor Kongressbeginn entworfen. Für diese anspruchsvolle Aufgabe werden noch interessierte Menschen mit verschiedensten Kompetenzen gesucht, um authentische Quellen zu bearbeiten, offene Fragen zu diskutieren und am Ende eine Vorlage zu erstellen, auf deren Grundlage die Erklärung auf dem Kongress finalisiert werden kann. Rund um den Kongress gibt es natürlich noch weitere Aufgaben. Wer sich an der Vorbereitung oder Umsetzung der Veranstaltung beteiligen möchte, melde sich bitte in der DBU-Geschäftsstelle.

Das Kernteam zur Vorbereitung des Kongresses besteht aus Felix Baritsch, Nils Clausen, Manfred Folkers und Gunnar Gantzhorn.